Neuigkeiten

Da Twitter fĂŒr manche Neuigkeit zu begrenzt ist, findest du hier eine Übersicht dessen, was auf dem Blog, in meinem literarischen Leben oder hinsichtlich neuer Veröffentlichungen ansteht. Allerdings werde ich nicht jedem nĂ€chtlichen Gedankenfurz eine Plattform bieten, sondern nur Nachrichten posten, die einen gewissen Informationsgehalt bergen. Danke fĂŒr dein Interesse!

Weder Rant noch JahresrĂŒckblick

Auch zwei Tage vor 2020 scheint es umstritten zu sein, ob Autorinnen alle Genres so gut beherrschen wie ihre mĂ€nnlichen Kollegen. Statt mit einem Rant ĂŒber Gender-Klischees oder die binĂ€re Geschlechterordnung lasse ich das Jahr lieber mit meinen Top 3 ausklingen: Die Rezensionen, die 2019 auf das grĂ¶ĂŸte Interesse stießen, befassen sich allesamt mit BĂŒchern von Autorinnen (ha!) aus den Bereichen Horror, Hardcore und Thriller 
 Simone Trojahn belegt mit „Daddy’s Princess“ den ersten und mit „Kellerspiele“ den dritten Platz, Silber geht an „Tote Götter“ von meiner lieben Faye Hell.

Die meistgelesenen Rezensionen von Vertigos Blacklist im Jahr 2019

Aber: Auch auf meinem Blog herrscht (noch) MĂ€nnerĂŒberschuss – daher freue ich mich immer ĂŒber Tipps und VorschlĂ€ge. Wenn du also Romane oder Kurzgeschichten von Schriftstellerinnen kennst, die ich unbedingt lesen sollte, schreib mir gerne eine E-Mail!

 

Der Ausflug einer Streunerin ins Lektorat đŸ˜Œ

618.442 Zeichen in 6 Wochen.
Nein, leider habe ich sie nicht selbst geschrieben, sondern „nur“ auf Herz, Hirn und Nierensteine geprĂŒft. Aber ich bin (aufs Neue) ĂŒberzeugt, dass die eigenen Schreibskills auch von der Lektoratsarbeit an fremden Texten profitieren. Und die Lust, an meinen eigenen Geschichten zu feilen, hat mich wĂ€hrend der vergangenen Tage kontinuierlich begleitet, weshalb ich mich ab heute endlich wieder meinem Roman zuwenden werde. Ich hoffe ja, Auf den Schwingen der Nacht wird mich nicht direkt auf den Boden der Tatsachen zurĂŒckwerfen XD

Skelettierter Rabe vom Midgardsblot vor dem Kaupangr

Außerdem scheint die Veröffentlichung einer lang erwarteten Anthologie nun wirklich Form anzunehmen 
 Vor Urzeiten (aka 2015) hatte ich dafĂŒr eine Kurzgeschichte geschrieben – so viel kann ich bereits verraten: Es handelt sich dabei nicht um Horror, sondern um eine Dystopie. Und wenn dir der Verlag p.machinery und das Story Center etwas sagen, dann hast du vielleicht schon eine Idee 


 

Redrum liebt dich – und mich jetzt auch 😀

Vielleicht hast du mitbekommen, dass ich fĂŒr den diesjĂ€hrigen Redrum Fiction Award eine Kurzgeschichte eingereicht hatte, die etwa einen Monat lang gelesen und öffentlich bewertet werden konnte. Mit viel Kribbeln im Bauch habe ich mitverfolgt, wie die Anzahl der Sternebewertungen erst langsam, aber dann plötzlich ganz fix nach oben ging. Und wĂ€hrend ich mich auf dem Midgardsblot in Norwegen befand, erhielt ich schließlich die Nachricht, dass es „Tommy“ in die Anthologie von Redrum Books geschafft hat. Vielen Dank an alle, die meine Story gelesen und bewertet haben!
Das passende Shirt habe ich ĂŒbrigens schon seit der Leipziger Buchmesse:


 

Ab in den Festivalsommer!

Sommerzeit bedeutet fĂŒr mich Festivalzeit – und obwohl eines der großen Festivals bereits letztes Wochenende seinen Abschluss fand, werde ich dieses Jahr eine offizielle Blogpause einlegen.
Denn bevor ich mir bei den Metaldays in Slowenien das Gehirn herausbangen durfte, tanzte ich bereits auf dem Amphi, weshalb schon einiges liegen geblieben ist 
 Im August begebe ich mich zurĂŒck nach Norwegen, wo ich erneut das Midgardsblot unsicher machen werde, diesmal sogar als Volunteer. Dazwischen will ich mich verstĂ€rkt meinen eigenen Texten widmen, die zuletzt viel zu kurz kamen. Und ab Mitte September werde ich wie gewohnt verschiedene Hochzeiten crashen und neue Rezensionen verfassen – stay tuned!

Metaldays 2019 in Slowenien

 

Von schwarzen Katzen, brennenden MĂŒlltonnen und neuen Kurzgeschichten

Du hast es vielleicht schon entdeckt: Meine Seite Über Vertigo Stray Cat ziert seit Neuestem ein wunderschönes Bild, das Markus Lawo nach meinen Vorstellungen und mit seeeehr viel Geduld fĂŒr mich gebastelt hat. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön dafĂŒr!

Als letzte Neuigkeit hatte ich mein – vielleicht etwas wahnwitziges – Vorhaben angekĂŒndigt, mich fĂŒr eine Weile nur noch meinem Roman zu widmen. Das hat nicht so gut geklappt. Oder anders gesagt: FAIL.
Daher kannst du ab sofort eine meiner neueren Kurzgeschichten auf der Plattform des Redrum Fiction Awards lesen und bewerten. Sofern „Tommy“ ausreichend Anklang findet, könnte er passend zu Halloween in einer Anthologie des Redrum-Verlags erscheinen.
Und wenn es noch etwas blutiger sein darf: Im Juni wurde „Das VermĂ€chtnis der Katzenaugen“ in der Anthologie BlutgrĂŒtze 5 veröffentlicht, und ich habe sogar die große Ehre, diese mit meinem Text zu eröffnen. Das ist wirklich ein Novum – und es fĂŒhlt sich verdammt geil an!

 

Back to the roots – der Roman

Obwohl ich immer wieder ĂŒber interessante Anthologie-Ausschreibungen stolpere, werde ich mich vorerst aus diesem Bereich zurĂŒckziehen.
Zwar bereitet es mir nach wie vor viel Spaß, Geschichten zu einem vorgegebenen Thema oder Stichwort zu kreieren, doch der ganze Prozess ist oftmals mit einem erheblichen Zeitaufwand und zum Teil auch mit viel Ärger verbunden (einen kleinen Rant am Rande gab es hierzu bereits, daher verzichte ich auf eine Wiederholung). Der Hauptgrund fĂŒr diese Entscheidung ist ohnehin woanders zu verorten: Ich will endlich mein fucking Manuskript fertigstellen, mit dem ich mich gedanklich sowieso stĂ€ndig beschĂ€ftige. Und aufgrund meines chronischen Zeitmangels werde ich mich ab sofort gĂ€nzlich auf die Vollendung des Romans konzentrieren.

Warum aber „ZurĂŒck zu den Wurzeln“?
Weil bereits meine frĂŒhesten SchreibanfĂ€nge auf Romane ausgelegt waren, wenngleich ich nie ĂŒber den groben Plot und ein paar einzelne Szenen hinausgekommen bin. Ich war zehn Jahre alt, lebte in einem kleinen Kuhdorf in Bayern und liebte Stephen King 
 dementsprechend drehten sich meine HandlungsstrĂ€nge beispielsweise um den Fund eines abgetrennten Fingers im Handschuh, den sich Figur XY fĂŒr die Gartenarbeit anziehen will, oder um ein verfluchtes Dorf, das vom Monster aus dem Baggersee heimgesucht wird, wenn nicht genĂŒgend Kinder geopfert werden – und um Ă€hnliche SpĂ€ĂŸe. Inzwischen kreisen meine lĂ€ngeren Texte um urbane Gesellschaften, wobei etwaige Horrorelemente vor allem den dystopischen VerhĂ€ltnissen geschuldet sind.
Das gilt auch fĂŒr den aktuellen Roman. Bislang steht „Auf den Schwingen der Nacht“ bei etwa 222.000 Zeichen – ich hoffe, die Arbeit an der Rohfassung bald abgeschlossen zu haben.

ABER: Eine meiner letzten Kurzgeschichten soll dem Herausgeber zufolge in seiner nĂ€chsten Horror-Anthologie veröffentlicht werden und fĂŒr eine dystopische Story erhielt ich gestern – also etwa eine Woche, nachdem ich mich zum „RĂŒckzug“ entschieden hatte – die Zusage. Über diese freue ich mich umso mehr, da ich den Beitrag vor einer gefĂŒhlten Ewigkeit eingereicht hatte und nicht mehr davon ausging, dass die Anthologie ĂŒberhaupt das Licht der Literaturwelt erblicken wĂŒrde.

In beiden FĂ€llen gibt es noch keinen Erscheinungstermin – und wie die Vergangenheit gezeigt hat, sollte ich mit den großen JubelstĂŒrmen warten, bis die BĂŒcher tatsĂ€chlich publiziert wurden.
(Ein kleiner GlĂŒcksquietscher ist mir trotzdem beim Lesen der besagten E-Mail herausgerutscht, möglicherweise zur Erheiterung meiner Nachbarn – es war drei Uhr morgens.)

 

Die Katze und die Aufbruch-Challenge

UPDATE: Die Ausschreibung ist vorbei und das Feedback auf meinen Text … durchwachsen. Auf jede positive Bewertung folgte postwendend ihr Gegenteil, sodass Svanhild am Ende eine Wertung von 2,5 Sternen erreichte. Das ist nicht der Burner, aber wenigstens fĂŒhlten sich ein paar Menschen gut unterhalten.
Ob ich mich noch einmal an eine derart wohlgemute Geschichte wage (oder ĂŒberhaupt eine weitere Idee dafĂŒr habe), wird die Zeit zeigen. 😉

Nach langen Diskussionen mit mir selbst habe ich mich sehr spontan dazu entschieden, an der Aufbruch-Challenge von Books on Demand und Skoobe teilzunehmen. Dabei handelt es sich um einen Kurzgeschichtenwettbewerb, bei dem Autoren ihren Text zum Thema „Aufbruch“ in dem Genre Liebesroman, Krimi oder Fantasy via BoD veröffentlichen können, der im Anschluss daran bei Skoobe gelistet wird. Jeder Abonnent kann die Geschichten lesen und rezensieren. Die Story mit den meisten FĂŒnf-Sterne-Bewertungen gewinnt am Ende den Wettbewerb.

NatĂŒrlich birgt das Konzept die Gefahr, dass die Person mit der aktivsten Fan-Community bzw. dem grĂ¶ĂŸten Freundeskreis durchstartet, wĂ€hrend der Text nur eine Nebenrolle spielt. Dennoch wollte ich mitmachen … aus GrĂŒnden:
Da ich zuletzt Schwierigkeiten hatte, wieder in das Schreiben zurĂŒckzufinden, und immer die gleichen destruktiven Gedanken in neuem Gewand formulierte, war es Zeit fĂŒr eine VerĂ€nderung. Zwar habe ich bereits im Bereich der Phantastik Texte geschrieben und veröffentlicht, aber diese fielen relativ dĂŒster aus. Das kann man von „Svanhild“ nicht behaupten. Wenn du auf eine Kurzgeschichte von mir gewartet hast, die mit einer brachial positiven Grundstimmung, humoristischen Elementen und Ă€ußerst subtilem Freud-Bashing daherkommt, ist das die richtige (und vielleicht einzige) Gelegenheit. Bis zum 8. MĂ€rz kannst du meine Story lesen und bewerten, wenn du ĂŒber ein aktives Skoobe-Abo verfĂŒgst – die kostenlose Probemitgliedschaft reicht hierfĂŒr aus.

Der Entschluss zur Teilnahme war so spontan, dass ich meinen Beitrag am Tag beziehungsweise eher in der Nacht der Deadline (14. Februar) einreichte, wenngleich die Textarbeit natĂŒrlich frĂŒher begonnen hatte. Angesichts der Masse an Geschichten, die bereits lĂ€nger online sind und zum Teil viele Bewertungen fĂŒr sich verbuchen konnten, mache ich mir nichts vor, was meine Chancen angeht.
Doch fĂŒr mich ist es bereits ein Gewinn, endlich wieder an einer Ausschreibung teilgenommen zu haben. Der Schreibstress, die minutiöse Planung des nicht-kreativen Alltags, um möglichst viel Zeit fĂŒr das Verfassen und Korrigieren herauszuschinden, und schließlich das Adrenalin, als beim Erstellen des E-Books der BoD-Editor (vermutlich wegen Überlastung) zum fĂŒnften Mal abgeschmiert ist 
 Es war höchste Zeit, all diesen Emotionen wieder die TĂŒr zu öffnen.

 

Schwedisch lernen – der zweite Versuch

Ich gebe zu, ich habe es verkackt.
Die ambitionierten PlĂ€ne, mein schwedisches Sprachniveau auf B2 zu erhöhen, wurden von heftigen Winden erfasst und schließlich im Sturm zerfetzt. Anstatt endlich in die Tiefen eines ersten Romans im schwedischen Original vorzudringen, dĂŒmple ich also weiterhin in den seichten GewĂ€ssern von LĂ€ttlĂ€st und Co. herum. Von Monat zu Monat wird der Schiffbruch im sicheren Hafen wahrscheinlicher.

Vermutlich muss ich dich nicht mit den GrĂŒnden hierfĂŒr langweilen – auf welche Weise einem das Leben dazwischenfunken kann und wie rar die eigene Zeit ist, weißt du sicherlich selbst.
Doch es gibt Hoffnung: In wenigen Tagen beginnt ein Sprachkurs an der Volkshochschule, an dem ich (vorerst) bis zum Juli teilnehmen werde. Das heißt, dass ich gerade dabei bin, sĂ€mtliches verschĂŒttetes Wissen in die zugĂ€nglichen Schubladen meines Hirns zu verfrachten. Und es heißt hoffentlich auch, dass es demnĂ€chst wieder den ein oder anderen Beitrag zum Thema Schwedisch lernen geben wird. Schließlich will ich all die Verbindungen zwischen meinen nervceller (= Neuronen) zukĂŒnftig besser pflegen als im letzten Jahr.

Schwedisch lernen: Lehr- und Arbeitsbuch aus dem Klett-Verlag

In wenigen Tagen gilt es nun, vorab den grĂ¶ĂŸten Teil von Lehr- und Arbeitsbuch durchzuforsten, weil dieser in den vorhergehenden Kursen bereits bearbeitet wurde. Da ich mich inzwischen das dritte Mal mit einem Lehrwerk der schwedischen Sprache befasse, behaupte ich: Es geht tatsĂ€chlich (fast) immer ums Essen.

In diesem Jahr kann ich mir vermutlich noch keinen Urlaub in Schweden leisten und prĂŒfen, ob man wirklich mindestens 30 verschiedene Fisch-, Fleisch- und WurstspezialitĂ€ten beim Namen kennen muss, um sich mit einem Schweden unterhalten zu können (und das als Vegetarierin, die inzwischen zu 80 % vegan lebt).
Doch spĂ€testens 2019 werde ich mich davon ĂŒberzeugen, am liebsten in Verbindung mit einem Metalfestival in Schweden oder auch in Norwegen. Auf jeden Fall bleibt bis dahin mehr als genug Zeit, ein entsprechendes Sprachniveau zu erreichen.

Stay tuned!

 

Weltenbrand

Vermutlich kennst du das GefĂŒhl, wenn dir der Boden unter den FĂŒĂŸen weggerissen wird.
Vor zwei Monaten zerbrach meine Welt, zumindest jene Welt, die ich ein Zuhause nannte. Dabei ging ich nie leichtfertig mit diesem furchtbar aufgeladenen Begriff um – ganz im Gegenteil. NaturgemĂ€ĂŸ folgte auf den Verlust ein unaufhaltsamer Fall und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich den tiefsten Punkt bereits erreicht habe.

Die Leerstelle der vergangenen Wochen weiß jeder Mensch auszufĂŒllen, der einmal geliebt hat. Wie geht es nun weiter? Die Antwort auf die Frage, die mich seither beschĂ€ftigt, möchte ich dir nicht vorenthalten – soweit ich sie bereits kenne.

Mein Blog wird ĂŒberleben. Eine Rezension, deren Rohfassung schon vor meinem Umzug vorlag, ging heute online: Bryan Smiths „Blutgeil“. Mein SUB ist bereits wieder auf eine betrĂ€chtliche GrĂ¶ĂŸe angewachsen und ganz oben liegt Faye Hells „Tote Götter“.

Hinsichtlich meiner Veröffentlichungen als Vertigo Stray Cat ist leider weiterhin Geduld angesagt. Seit Ende 2016 herrscht hier eine ziemliche Flaute. Eine Kurzgeschichte wurde nicht veröffentlicht, weil der Sammelband aufgrund der fehlenden VerlagsgrĂŒndung doch nicht erschien. Zwei weitere Geschichten hĂ€tten im Januar bzw. MĂ€rz 2017 publiziert werden sollen, doch dank des unprofessionellen Verhaltens des Herausgebers ist auch im November noch nichts dergleichen passiert. Und die letzte Einsendung wurde abgelehnt, weil meine Geschichte vermeintlich mittendrin abbricht. Hintergrund: Der Protagonist (in diesem Fall der Böse) stirbt, bevor sich der spannungsgeladene Horror in eine banale Rape-and-Revenge-Orgie „entwickelt“. (Solche Storys können ihre Berechtigung haben, doch nicht in besagtem Fall.) Offensichtlich ist es auch in diesem Genre nicht unbedingt erwĂŒnscht, mit Konventionen zu brechen.

Trotzdem werde ich das Mehr an Zeit nutzen, das mir nun bleibt, um weiterzuschreiben – das bin ich mir selbst schuldig. Es wird eine Herausforderung sein, ohne die emotionale UnterstĂŒtzung auszukommen, die mir in den letzten Jahren zuteilwurde, wann immer die Selbstzweifel wieder jeden einzelnen Buchstaben annagten. Eine Herausforderung, keine Unmöglichkeit. Denn ich habe schon Geschichten erdacht, bevor ich auf die Liebe meines Lebens traf. Und dort werde ich mir ein neues Zuhause errichten.