Neuigkeiten

Da Twitter für manche Neuigkeit zu begrenzt ist, findest du hier eine Übersicht dessen, was auf dem Blog, in meinem literarischen Leben oder hinsichtlich neuer Veröffentlichungen ansteht. Allerdings werde ich nicht jedem nächtlichen Gedankenfurz eine Plattform bieten, sondern nur Nachrichten posten, die einen gewissen Informationsgehalt bergen. Danke für dein Interesse!

Von schwarzen Katzen, brennenden Mülltonnen und neuen Kurzgeschichten

Du hast es vielleicht schon entdeckt: Meine Seite Über Vertigo Stray Cat ziert seit Neuestem ein wunderschönes Bild, das Markus Lawo nach meinen Vorstellungen und mit seeeehr viel Geduld für mich gebastelt hat. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Als letzte Neuigkeit hatte ich mein – vielleicht etwas wahnwitziges – Vorhaben angekündigt, mich für eine Weile nur noch meinem Roman zu widmen. Das hat nicht so gut geklappt. Oder anders gesagt: FAIL.
Daher kannst du ab sofort eine meiner neueren Kurzgeschichten auf der Plattform des Redrum Fiction Awards lesen und bewerten. Sofern „Tommy“ ausreichend Anklang findet, könnte er passend zu Halloween in einer Anthologie des Redrum-Verlags erscheinen.
Und wenn es noch etwas blutiger sein darf: Im Juni wurde „Das Vermächtnis der Katzenaugen“ in der Anthologie Blutgrütze 5 veröffentlicht, und ich habe sogar die große Ehre, diese mit meinem Text zu eröffnen. Das ist wirklich ein Novum – und es fühlt sich verdammt geil an!

 

Back to the roots – der Roman

Obwohl ich immer wieder über interessante Anthologie-Ausschreibungen stolpere, werde ich mich vorerst aus diesem Bereich zurückziehen.
Zwar bereitet es mir nach wie vor viel Spaß, Geschichten zu einem vorgegebenen Thema oder Stichwort zu kreieren, doch der ganze Prozess ist oftmals mit einem erheblichen Zeitaufwand und zum Teil auch mit viel Ärger verbunden (einen kleinen Rant am Rande gab es hierzu bereits, daher verzichte ich auf eine Wiederholung). Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist ohnehin woanders zu verorten: Ich will endlich mein fucking Manuskript fertigstellen, mit dem ich mich gedanklich sowieso ständig beschäftige. Und aufgrund meines chronischen Zeitmangels werde ich mich ab sofort gänzlich auf die Vollendung des Romans konzentrieren.

Warum aber „Zurück zu den Wurzeln“?
Weil bereits meine frühesten Schreibanfänge auf Romane ausgelegt waren, wenngleich ich nie über den groben Plot und ein paar einzelne Szenen hinausgekommen bin. Ich war zehn Jahre alt, lebte in einem kleinen Kuhdorf in Bayern und liebte Stephen King … dementsprechend drehten sich meine Handlungsstränge beispielsweise um den Fund eines abgetrennten Fingers im Handschuh, den sich Figur XY für die Gartenarbeit anziehen will, oder um ein verfluchtes Dorf, das vom Monster aus dem Baggersee heimgesucht wird, wenn nicht genügend Kinder geopfert werden – und um ähnliche Späße. Inzwischen kreisen meine längeren Texte um urbane Gesellschaften, wobei etwaige Horrorelemente vor allem den dystopischen Verhältnissen geschuldet sind.
Das gilt auch für den aktuellen Roman. Bislang steht „Auf den Schwingen der Nacht“ bei etwa 222.000 Zeichen – ich hoffe, die Arbeit an der Rohfassung bald abgeschlossen zu haben.

ABER: Eine meiner letzten Kurzgeschichten soll dem Herausgeber zufolge in seiner nächsten Horror-Anthologie veröffentlicht werden und für eine dystopische Story erhielt ich gestern – also etwa eine Woche, nachdem ich mich zum „Rückzug“ entschieden hatte – die Zusage. Über diese freue ich mich umso mehr, da ich den Beitrag vor einer gefühlten Ewigkeit eingereicht hatte und nicht mehr davon ausging, dass die Anthologie überhaupt das Licht der Literaturwelt erblicken würde.

In beiden Fällen gibt es noch keinen Erscheinungstermin – und wie die Vergangenheit gezeigt hat, sollte ich mit den großen Jubelstürmen warten, bis die Bücher tatsächlich publiziert wurden.
(Ein kleiner Glücksquietscher ist mir trotzdem beim Lesen der besagten E-Mail herausgerutscht, möglicherweise zur Erheiterung meiner Nachbarn – es war drei Uhr morgens.)

 

Die Katze und die Aufbruch-Challenge

UPDATE: Die Ausschreibung ist vorbei und das Feedback auf meinen Text … durchwachsen. Auf jede positive Bewertung folgte postwendend ihr Gegenteil, sodass Svanhild am Ende eine Wertung von 2,5 Sternen erreichte. Das ist nicht der Burner, aber wenigstens fühlten sich ein paar Menschen gut unterhalten.
Ob ich mich noch einmal an eine derart wohlgemute Geschichte wage (oder überhaupt eine weitere Idee dafür habe), wird die Zeit zeigen. 😉

Nach langen Diskussionen mit mir selbst habe ich mich sehr spontan dazu entschieden, an der Aufbruch-Challenge von Books on Demand und Skoobe teilzunehmen. Dabei handelt es sich um einen Kurzgeschichtenwettbewerb, bei dem Autoren ihren Text zum Thema „Aufbruch“ in dem Genre Liebesroman, Krimi oder Fantasy via BoD veröffentlichen können, der im Anschluss daran bei Skoobe gelistet wird. Jeder Abonnent kann die Geschichten lesen und rezensieren. Die Story mit den meisten Fünf-Sterne-Bewertungen gewinnt am Ende den Wettbewerb.

Natürlich birgt das Konzept die Gefahr, dass die Person mit der aktivsten Fan-Community bzw. dem größten Freundeskreis durchstartet, während der Text nur eine Nebenrolle spielt. Dennoch wollte ich mitmachen … aus Gründen:
Da ich zuletzt Schwierigkeiten hatte, wieder in das Schreiben zurückzufinden, und immer die gleichen destruktiven Gedanken in neuem Gewand formulierte, war es Zeit für eine Veränderung. Zwar habe ich bereits im Bereich der Phantastik Texte geschrieben und veröffentlicht, aber diese fielen relativ düster aus. Das kann man von „Svanhild“ nicht behaupten. Wenn du auf eine Kurzgeschichte von mir gewartet hast, die mit einer brachial positiven Grundstimmung, humoristischen Elementen und äußerst subtilem Freud-Bashing daherkommt, ist das die richtige (und vielleicht einzige) Gelegenheit. Bis zum 8. März kannst du meine Story lesen und bewerten, wenn du über ein aktives Skoobe-Abo verfügst – die kostenlose Probemitgliedschaft reicht hierfür aus.

Der Entschluss zur Teilnahme war so spontan, dass ich meinen Beitrag am Tag beziehungsweise eher in der Nacht der Deadline (14. Februar) einreichte, wenngleich die Textarbeit natürlich früher begonnen hatte. Angesichts der Masse an Geschichten, die bereits länger online sind und zum Teil viele Bewertungen für sich verbuchen konnten, mache ich mir nichts vor, was meine Chancen angeht.
Doch für mich ist es bereits ein Gewinn, endlich wieder an einer Ausschreibung teilgenommen zu haben. Der Schreibstress, die minutiöse Planung des nicht-kreativen Alltags, um möglichst viel Zeit für das Verfassen und Korrigieren herauszuschinden, und schließlich das Adrenalin, als beim Erstellen des E-Books der BoD-Editor (vermutlich wegen Überlastung) zum fünften Mal abgeschmiert ist … Es war höchste Zeit, all diesen Emotionen wieder die Tür zu öffnen.

 

Schwedisch lernen – der zweite Versuch

Ich gebe zu, ich habe es verkackt.
Die ambitionierten Pläne, mein schwedisches Sprachniveau auf B2 zu erhöhen, wurden von heftigen Winden erfasst und schließlich im Sturm zerfetzt. Anstatt endlich in die Tiefen eines ersten Romans im schwedischen Original vorzudringen, dümple ich also weiterhin in den seichten Gewässern von Lättläst und Co. herum. Von Monat zu Monat wird der Schiffbruch im sicheren Hafen wahrscheinlicher.

Vermutlich muss ich dich nicht mit den Gründen hierfür langweilen – auf welche Weise einem das Leben dazwischenfunken kann und wie rar die eigene Zeit ist, weißt du sicherlich selbst.
Doch es gibt Hoffnung: In wenigen Tagen beginnt ein Sprachkurs an der Volkshochschule, an dem ich (vorerst) bis zum Juli teilnehmen werde. Das heißt, dass ich gerade dabei bin, sämtliches verschüttetes Wissen in die zugänglichen Schubladen meines Hirns zu verfrachten. Und es heißt hoffentlich auch, dass es demnächst wieder den ein oder anderen Beitrag zum Thema Schwedisch lernen geben wird. Schließlich will ich all die Verbindungen zwischen meinen nervceller (= Neuronen) zukünftig besser pflegen als im letzten Jahr.

Schwedisch lernen: Lehr- und Arbeitsbuch aus dem Klett-Verlag

In wenigen Tagen gilt es nun, vorab den größten Teil von Lehr- und Arbeitsbuch durchzuforsten, weil dieser in den vorhergehenden Kursen bereits bearbeitet wurde. Da ich mich inzwischen das dritte Mal mit einem Lehrwerk der schwedischen Sprache befasse, behaupte ich: Es geht tatsächlich (fast) immer ums Essen.

In diesem Jahr kann ich mir vermutlich noch keinen Urlaub in Schweden leisten und prüfen, ob man wirklich mindestens 30 verschiedene Fisch-, Fleisch- und Wurstspezialitäten beim Namen kennen muss, um sich mit einem Schweden unterhalten zu können (und das als Vegetarierin, die inzwischen zu 80 % vegan lebt).
Doch spätestens 2019 werde ich mich davon überzeugen, am liebsten in Verbindung mit einem Metalfestival in Schweden oder auch in Norwegen. Auf jeden Fall bleibt bis dahin mehr als genug Zeit, ein entsprechendes Sprachniveau zu erreichen.

Stay tuned!

 

Weltenbrand

Vermutlich kennst du das Gefühl, wenn dir der Boden unter den Füßen weggerissen wird.
Vor zwei Monaten zerbrach meine Welt, zumindest jene Welt, die ich ein Zuhause nannte. Dabei ging ich nie leichtfertig mit diesem furchtbar aufgeladenen Begriff um – ganz im Gegenteil. Naturgemäß folgte auf den Verlust ein unaufhaltsamer Fall und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich den tiefsten Punkt bereits erreicht habe.

Die Leerstelle der vergangenen Wochen weiß jeder Mensch auszufüllen, der einmal geliebt hat. Wie geht es nun weiter? Die Antwort auf die Frage, die mich seither beschäftigt, möchte ich dir nicht vorenthalten – soweit ich sie bereits kenne.

Mein Blog wird überleben. Eine Rezension, deren Rohfassung schon vor meinem Umzug vorlag, ging heute online: Bryan Smiths „Blutgeil“. Mein SUB ist bereits wieder auf eine beträchtliche Größe angewachsen und ganz oben liegt Faye Hells „Tote Götter“.

Hinsichtlich meiner Veröffentlichungen als Vertigo Stray Cat ist leider weiterhin Geduld angesagt. Seit Ende 2016 herrscht hier eine ziemliche Flaute. Eine Kurzgeschichte wurde nicht veröffentlicht, weil der Sammelband aufgrund der fehlenden Verlagsgründung doch nicht erschien. Zwei weitere Geschichten hätten im Januar bzw. März 2017 publiziert werden sollen, doch dank des unprofessionellen Verhaltens des Herausgebers ist auch im November noch nichts dergleichen passiert. Und die letzte Einsendung wurde abgelehnt, weil meine Geschichte vermeintlich mittendrin abbricht. Hintergrund: Der Protagonist (in diesem Fall der Böse) stirbt, bevor sich der spannungsgeladene Horror in eine banale Rape-and-Revenge-Orgie „entwickelt“. (Solche Storys können ihre Berechtigung haben, doch nicht in besagtem Fall.) Offensichtlich ist es auch in diesem Genre nicht unbedingt erwünscht, mit Konventionen zu brechen.

Trotzdem werde ich das Mehr an Zeit nutzen, das mir nun bleibt, um weiterzuschreiben – das bin ich mir selbst schuldig. Es wird eine Herausforderung sein, ohne die emotionale Unterstützung auszukommen, die mir in den letzten Jahren zuteilwurde, wann immer die Selbstzweifel wieder jeden einzelnen Buchstaben annagten. Eine Herausforderung, keine Unmöglichkeit. Denn ich habe schon Geschichten erdacht, bevor ich auf die Liebe meines Lebens traf. Und dort werde ich mir ein neues Zuhause errichten.